Social Business Trends

Enterprise Realtime Chats

Anstelle des in der Vergangenheit häufig diskutierten Gegensatzes von Social- und Realtime-Kommunikation geht die Entwicklung im Markt heute in Richtung Konvergenz, um das Beste aus beiden Welten nutzen zu können. Mit der zunehmenden Popularität von Messengern wie WhatsApp findet diese Form der Kommunikation auch im professionellen Nutzerumfeld wachsendes Interesse. Entsprechend ist inzwischen ein Angebot verfügbar, das auch den Compliance- und Security-Anforderungen von Firmenkunden genügt. Die häufig im Umfeld der „Schatten-IT“ genutzten Consumer-Lösungen können diese Anforderungen oft nicht erfüllen, weshalb Enterprise-konforme Kommunikationsplattformen – häufig eingebunden in Corporate E-Mail und Networking Suites - mehr und mehr nachgefragt werden.

Transformation - Beratung & Integration

Social Business Transformation ist äußerst komplex und geht weit über die bloße Evaluation und Einführung bzw. Modernisierung von Plattformen zum Wissensaustausch hinaus. Die Beratung und Integration im Thema Kultur- und Organisationswandel (Change Management) stehen weitaus mehr im Fokus einer ganzheitlichen Social Business Transformation.

Transformation – Digital Communication

Im Zuge der digitalen Transformation greifen klassische Outbound-Kommunikationsansätze nicht mehr in Gänze, sodass neue Marketingmethoden in Richtung Inbound-Marketing (bei dem der Kunde zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Content bespielt wird) zunehmend dominieren. Neue digitale Agenturen, mit intelligenten Ansätzen für eine umfassende Go-to-Market-Beratung, unterstützen umfassend bei der digitalen Transformation der Unternehmenskommunikation in den neuen (sozialen) Medien. Sie bieten diesbezüglich ein umfassendes Portfolio hinsichtlich Beratung, Kreation und (technischer) Umsetzung.

Media Management

Längst ist die Kommunikationshoheit von den Unternehmen hin zu den Kunden gewichen. Es wird fleißig kommentiert, getweetet und geteilt – auch ohne Beteiligung der Unternehmen. Unternehmen sehen sich somit vor die Herausforderung gestellt, einen adäquaten Auftritt im Social Web zu betreiben (d.h. die eigene Awareness zu steigern) und die unterschiedlichen Kanäle in ihrer Diversität angemessen zu befüllen. Moderne Social-Media-Management-Lösungen unterliegen häufig einer Dreiteilung von Publishing, Monitoring/Analytics und Engagement, die dazu beitragen, Content auszuspielen, Kundenfeedback und –interaktionen auf eigene Kampagnen zu überwachen und dadurch Handlungsableitungen zu treffen bzw. mit den Kunden in Kontakt zu treten, um moderne Anlaufstellen zu bieten und das eigene Image im Web zu verbessern. Anbindungen an CMS-/CRM- Systeme sind häufig zu beobachten.

Career Networks und Job Platforms

Karrierenetzwerke und Job-Plattformen gewinnen seit Jahren im Arbeitsmarkt an Relevanz. Es ist für Unternehmen und Arbeitnehmer zunehmend notwendig, entsprechende Plattformen zur eigenen Darstellung bzw. Profilierung zu nutzen, um beispielsweise über ein Matching von Skills eine Kontaktanbahnung und -pflege mit relevanten Personen zu betreiben. Activity Streams und Gruppen erhöhen die Attraktivität dieser Plattformen zusätzlich. Gegenwärtig sind vor allem zwei Plattformen (national/international) im Markt etabliert.

Big-Data-getriebene HR-Lösungen/-Services/-Plattformen

Der Einsatz von Big-Data-Lösungen ermöglicht eine starke Automatisierung des Human-Resources-Managements. Beispiele hierfür sind das Recruiting, das Talent Management oder die Messung der Mitarbeiter-Performance. Die Technik ist hiermit zunehmend in der Lage, die Arbeit von Personalern umfassend zu unterstützen. Als Datenquellen können hierbei u.a. Social Networks (z.B. für die Identifizierung von Talenten), Enterprise Networks (z.B. für die Identifizierung von zu fördernden oder weiterzuentwickelnden Mitarbeitern) dienen.

E-Learning

(Social) E-Learning beschreibt einen Konzeptansatz, der den meisten Menschen bereits aus dem privaten Alltag bekannt ist: das Suchen und Auffinden von Lösungsansätzen und die Möglichkeit, Echtzeitfeedback – zum Beispiels über Microblogs, Wikis - zu den eigenen Ideen einzuholen. Die neuen Medien tragen dazu bei, das Wissen innerhalb des Unternehmens besser verteilen zu können (Knowledge-Sharing) und relevante Antworten auf Fragen der Mitarbeiter liefern zu können. User Generated Content, den Nutzer bewerten und kommentieren, stärkt das Teamwork über Crowdsourcing-Arbeitsweisen und gewährt an vielen Stellen einen tiefergehenden Einblick in Unternehmenszusammenhänge, was Wissenssilos abbaut. Lerninitiativen können mit Geschäftsmesswerten verbunden werden und bieten dadurch einen Überblick über die Fortschritte anhand zuverlässiger Berichte und aussagekräftiger Analysen.

Live Video Streaming

Video-Content ist gegenwärtig gefragter denn je – mit steigender Ausweitung der Internet-Bandbreite vor allen Dingen auch auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets, lässt sich auch eine Zunahme an viralen Live-Videoinhalten (in Echtzeit) beobachten, die vor allen Dingen in den sozialen Netzwerken, inklusive Live-Feedback der Zuschauer, starken Zuspruch finden. Zunehmend etablieren sich Anbieter, die eine Video-Direktübertragung per Smartphone-Kamera ermöglichen und somit neue Möglichkeiten der Live-Berichterstattung (auch in Bezug auf Journalismus) bieten.

Social Communities

Social Communities verknüpfen „Branded Websites“ und somit in erster Linie starre bzw. nicht auf moderne Interaktion ausgelegte Websites mit Tools bzw. Plattformen für den dynamischen Austausch von Kunden, Mitarbeitern, Experten und Partnern im Web und bieten damit die Möglichkeit für Beziehungsnetzwerke. Solche Plattformen, die als Partner-, Kunden-, Marken- oder aber auch Expertenplattform angewendet werden können, bieten Optionen für die Meinungsäußerung bzw. auch Produkt- oder Service-Reviews bzw. Ratings, die Erstellung von Blog-Inhalten, die Einbindung verschiedener dynamischer Audio- oder Video-Inhalte (bspw. YouTube) bzw. das Taggen und Sharen über Social-Media-Kanäle.

Collaboration Web Conferencing

Web Conferencing bezeichnet Lösungen, die es erlauben, virtuelle Konferenzen zwischen räumlich verteilten Teilnehmern abzuhalten. Dies können interaktive Konferenzen, aber auch die Kommunikation von einem Präsentator zu mehreren (Webinar, bis auf den Präsentator äußern sich die Teilnehmer nur schriftlich über Text-Chat) oder vielen (Webcast) Teilnehmern sein. Die Übertragung (z.B. die Präsentation von Dokumenten) erfolgt im Allgemeinen über das Internet. Angeboten wird das Teilen von Dokumenten bzw. Informationen (über Desktop Sharing bzw. virtuelle Datenräume, bei denen nur die speziell bereitgestellten Dokumente präsentiert und diskutiert werden), das z.B. ergänzt wird durch (integrierte oder parallele) Audiokonferenzen bzw. Videokonferenzen.

Enterprise Networking Suites (Intranets)

Enterprise Networking Suites stehen für professionelle Software- und Service-Angebote, die die Zusammenarbeit und Kommunikation von Mitarbeitern auf den Ebenen Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement unterstützen. Ziel ist es, für Unternehmen Informationen zu verbreiten und Mitarbeitern eine zentrale Anlaufstelle an die Hand zu geben, um Informationen besser filtern und teilen zu können. Neben E-Mail bzw. Groupware-Ausprägungen wird auch der Datei- bzw. Content-Austausch vereinfacht. Ein funktionierendes Enterprise Network ist darüber hinaus auch attraktiv zum Finden und Halten von Fachkräften und fördert das Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen. Die Bereitstellung kann wahlweise on-premise oder off-premise bzw. als hybrides Modell erfolgen.