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Apple-Neuheiten Herbst 2017 – Für Geschäftskunden birgt iOS 11 mehr Änderungen als die neue Hardware

Dr. Henning DransfeldDer Produkt-Launch des neuen iPhones 8 birgt wenig Außergewöhnliches. Bessere Retina-Auflösung, bessere Kamera, höhere Prozessorgeschwindigkeit – das ist fast schon gewöhnlich. Ein Merkmal sticht in der Nutzerführung hervor. Der Home-Button wird, wie bei der Konkurrenz vor Jahren, dem größeren Display geopfert.

Das iPad rückt dichter an die Funktionalität von Laptops für Informationsverarbeitung. Neue Multitasking- und Multi-Touch-Fähigkeiten erleichtern das Arbeiten. Über das dynamische Display ProMotion lassen sich auch komplexe Dateien leichter nebeneinander bearbeiten. Auch die Auflösung hat sich wieder ein Stück verbessert. Funktionen wie Doc Enhancement, ein neuer App-Wechsler und Drag- & Drop-Funktionalität vereinfachen die Dokumentenbearbeitung. Doch für die Berechnung hochkomplexer Modelle über Excel wird es nicht reichen. Auch dieses iPad wird Laptops nicht vollständig ersetzen.

Einschneidender für IT Entscheider sind die Veränderungen beim neuen Betriebssystem iOS 11. Zum Guten, wie zum Schlechten. Es gibt interessante Neuigkeiten und solche, die der zwingenden Aufmerksamkeit bedürfen. Für IT-Anwender sind im Folgenden beschriebenen Punkte zu beachten

iOS11 - Wichtigste Implikationen für IT Manager

DEP-Entkopplung von Privatkauf erleichtert IT-Administration. Der Verzicht auf den Nachweis für den Privatkauf eines Apple-Smartphones oder -Tablets für das Device Enrollment Programm (DEP) ist aus Geschäftskundensicht die wichtigste Änderung. Apple zeigt hiermit zum ersten Mal deutlich, dass der Unternehmensbereich mehr ist als die „Mitnahme“ vom Konsumentengeschäft. Das DEP muss nicht mehr zwangsläufig über die private ID des Mitarbeiters aktiviert werden. Geräte, die über Beschaffungskanäle im Geschäftskundenmarkt ins Unternehmen kommen, können nun ebenso leicht registriert werden.

Alle mobilen Anwendungen müssen ab sofort auf 64-Bit-Architekturen laufen. Das ist die wohl gravierendste Änderung durch iOS 11. Alle Anwendungen die mit 32 Bit geschrieben wurden, werden nicht mehr durch das aktuelle Betriebssystem unterstützt. iOS 11 spricht nur noch mit Anwendungen ab 64-Bit, alles was darunter liegt wird nicht mehr laufen. Dazu gehören eigenentwickelte, fremdgeschriebene und hochstandardisierte Anwendungen der ersten Stunde. Alle unternehmenskritischen Workflows über iOS-Endgeräte sollten daraufhin überprüft und angepasst werden.

Ältere Firmengeräte müssen zwingend ersetzt werden. Mit der Einführung von iOS 11 wird die Linie von aktuellen Endgeräten neu gezogen, da iOS 11 erst ab dem iPhone 5s erhältlich ist. Wer in seinem Enterprise-COPE-Programm noch iPhones 4 und ältere laufen hat, muss in den meisten Fällen die Geräte gegen neuere austauschen, um Produktivität und Sicherheit zu gewährleisten.

ARKiT wird Augmented Reality katapultieren. Mit iOS 11 kommt eine Anwendung, die es allen iPhone-Nutzern der neueren Generation ermöglicht, Augmented Reality Apps auszuführen. Entwickler können digitale Objekte und reale Bilder der Kamera zusammenführen. ARKiT fügt automatisch die dritte Dimension von Bild und digitalem Objekt zusammen. Damit können auch sehr komplexe Strukturen in die reale Welt eingebettet werden. Gerade Geschäftsbereiche wie Entwicklung, Planung, Marketing und Forschungsabteilungen sollten sehr frühzeitig Zugang zu diesen Möglichkeiten bekommen.