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Bigger, better and faster – AWS re:INVENT review in progress

Heiko Henkes

Die diesjährige Veranstaltung AWS re:INVENT in Las Vegas lockte über 54.000 Menschen an den Ort, an dem Spieler und seit sieben Jahren auch IT- bzw. Cloudenthusiasten glücklich werden.

Mit über 140 Announcements zu gänzlich neuen Services oder Updates wichtiger Services wie beispielsweise EC2, S3, SageMaker und weiteren war auf dem Paradeevent des Hyperscalers AWS wirklich für jeden Use Case und somit Kunden oder auch Analysten etwas Interessantes und Spektakuläres dabei.

Wir Analysten wurden schon zwei Tage vor dem offiziellen Start der Veranstaltung zu einem Pre-Briefing eingeladen, bei dem nicht nur der AWS-CEO Andy Jassy zugegen war, sondern auch Rede und Antwort gestanden hat. Es wurde ein regelrechtes Feuerwerk an neuen Services aus folgenden Bereichen abgefeuert:

  • Compute (inklusive Serverless Computing)
  • Storage
  • Database
  • Security
  • Management Tools
  • Marketplace Software (beispielsweise 150 Machine-Learning-Algorithmen und -Modelle)
  • Networking

Und last but not least aus den IT-Trends:

  • Machine Learning/AI
  • Blockchain
  • IoT
  • Big Data

Im Fokus standen folgende Messages: AWS lässt sich noch lange nicht die Butter vom Brot nehmen und wächst verhältnismäßig stärker als der Wettbewerb (z.B. Google oder Microsoft), schaut man auf den erreichten Marktanteil beim Vergleich der Wachstumsraten. AWS hört auf seine Kunden und entwickelt sich somit auf Basis von direktem Feedback kontinuierlich weiter. Dies konnte man auch über einzelne Kundengespräche validieren. Wenngleich es Kunden natürlich nie schnell genug geht, bis eine Anregung von AWS in die Tat umgesetzt wird.

AWS bohrt nicht nur tiefer in Standard Services hinein und wird somit noch attraktiver für den cloudbasierten Bezug von IaaS und PaaS, indem man performanter und günstiger sowie über zahlreiche Machine- und Reinforcement Learning-Neuerungen intelligenter wird, AWS kommt auch näher an seine Kunden. Dies gelingt AWS beispielsweise noch besser als zuvor über Softwareangebote im Edgebereich, um Kunden die Chance auf die Nutzung großer Datenberge im Bereich des Shop Floors zu geben. Vor allem aber vertieft AWS die VMware-Partnerschaft und gibt mit dem neuen Outpost-Offering noch eine weitere charmante Variante des lokalen AWS-Betriebs im Kundenrechenzentrum obendrauf. Hybrid- bzw. Multi-Cloud-Angebote und -Kompatibilität ist also eine neue Stoßrichtung von AWS, zu der auch der zusätzliche Fokus auf die Applikationsintegration gehört.

AWS bietet Kunden nicht nur eine Platform und Tools im Bereich AI und Machine Learning, AWS nutzt diese Möglichkeiten inzwischen auch schon, um Kunden auf Basis dieser Innovationen einfach zu konsumierende Lösungen anzubieten. Dabei müssen Kunden keine Erfahrung mit Machine Learning haben, um dennoch von der Innovationskraft und Beschleunigung zu profitieren. Darüber hinaus greift AWS an den richtigen Stellen wie beispielsweise den Kostentreibern im Bereich Machine Learning und Big Data an und offeriert neue EC2-Instanzen (P3dn) mit enormer Power sowie weitere Angebote, um das Problem „Inference“ (rund 90 Prozent der Kosten) nach dem Trainieren der Algorithmen besser und schneller bzw. kostengünstiger in den Griff zu bekommen.

ISG wird sich bis zum Januar noch stärker mit den 140 neuen Services der vergangenen Woche beschäftigen und einen kompletten Review des Events mit Auswirkungen auf die Branche, Kunden und Wettbewerber auskoppeln.

In Summe war dieses Event ein voller Erlog und sehr aufschlussreich, da man nicht nur Kontakt zu AWS und den Executives bekam, sondern mit zahlreichen Kunden über ihre Cloud-Transformation-Reise sprechen konnte und zudem auch das Netzwerk der Cloudberater und Systemintegratoren besser kennenlernen durfte. Das Event wurde mit dem re:PLAY Event und zahlreichen Acts sowie Games am Donnerstagabend abgeschlossen.

Stay tuned!