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Digitaler Enabler „Edge Computing“ - ein IoT-Thema macht der Public Cloud Konkurrenz

Heiko Henkes

Die (digitale) Zukunft ist datengetrieben und durch neue Benutzerschnittstellen zu IT-Systemen gekennzeichnet. Die Zunahme immersiver Services bis hin zur virtuellen Realität bedingt jedoch eine Annäherung der Rechenleistung und dem jeweiligen Ort der Datengenerierung bzw. dem Gerät und somit auch zu dem Benutzer.

 

Die Konvergenz von Information Technology (IT) und Operational Technology (OT) sowie die Erweiterung ehemaliger Industrieanlagen um Sensoren mit Embedded Software und mobilen Fertigungsleitständen lässt die Anzahl kommunizierender und in das IT-Management eingebundener Geräte rasant ansteigen.

Hohe Datenströme für die augmentierte Realität, nicht zuletzt auf Basis von In-Memory-Systemarchitekturen, bedingen geringe Latenz- und somit Reaktionszeiten, günstige Datenspeicher, intelligente und ubiquitäre Netzwerkstrukturen mit intelligenten Vorort-Analytics. Im Fall einer auf Ausfallsicherheit angelegten Produktionsanlage kommt auch die Garantie einer (Ausfall-) Sicherheit. Eine große Herausforderungen in diesem Kontext ist das Management dieser heterogenen Systemwelten. Auf der Seite der Anwenderunternehmen sind die „Köpfe“ für diese übergreifende Zusammenarbeit nur selten benannt.

Die entfernte Public Cloud erfüllt nicht alle Anforderungen für Edgerechenoperationen und zukünftige Benutzerschnittstellen in der Mixed Reality.

Das Internet of Things (IoT) boomt – die jüngste IoT Edge Appliance von Microsoft sowie die Edgestandorte von AWS sind nur einige wenige Zeichen, die den Trend zu Edge Computing im Rahmen von IoT untermauern. Edge Devices sind beispielsweise ein Raspberry Pi mit Linux als Betriebssystem bis hin zu einem industriellen Gateway, um die (Public) Cloud anzubinden. Global ist mit über 50 Mrd. Geräten im Bereich Sensor, Robotorarm, Connected Car etc. bis 2020 zu rechnen – die Anzahl der angebundenen Geräte explodiert förmlich, und sie wollen auch in das Device Management integriert werden. Parallel dazu erzeugen neue Anwendungen Datenberge - sie werden bis 2020 über 44-mal größere Datenmengen produzieren als noch vor 10 Jahren erzeugt wurden.

Hardware- und Servergeschäft im Umbruch

Lenovo übernahm 2014 das Server-Hardware-Geschäft von IBM für 2,3 Milliarden US-Dollar. 2017 folgte die Übernahme der Mehrheit der PC-Sparte von Fujitsu. Während sich IBM auf Services und Software konzentriert, konzentriert sich Lenovo weiter auf professionelle Hardware. Mit dem aufgerüsteten Hardware Stack fokussiert Lenovo derzeit verstärkt den Channel, der strategisch angegangen wird und die eigene Hardware auch und vor allem immer häufiger an Kunden im Rahmen von Hardware as a Service (HaaS) ausliefert. Darüber hinaus liegen speziell Converged- und Edge Server, High Performance Computing Server und auch Lenovo-ThinkAgile-Server für die Appliance Microsoft Azure Stack im Trend. Doch wo liegt der Unterschied zwischen Servern für das herkömmliche Geschäft und dem Edgebereich? Der Unterschied liegt beispielsweise in der Kompatibilität zu erhöhten Betriebstemperaturen im Umfeld von Produktionsstätten. Lenovo setzt also auf Qualität und Anwendungsbereiche, die aktuell als Spezialfelder angesehen werden können. Dies bedingt ein hohes Engagement im Bereich Research & Development, um noch vor Mitbewerbern neue und komplexe Marktsegmente zu sehen und mit Produkten bzw. Services zu beliefern.

Dem hingegen steigt HPE als führender Serveranbieter aus dem komplexen und fordernden Geschäft mit Hyperscalern für Commodity-Server aus. Stattdessen liegt der Fokus nun auf der Belieferung wie beispielsweise von Dropbox, eBay oder Salesforce sowie ggf. SAP. Der Grund für diese Entscheidung liegt in der geringeren Marge im Hyperscalergeschäft, die HPE nicht mehr reicht. Man überlässt das Feld somit Mitbewerbern wie beispielsweise Inspur aus China, die dem Wunsch der Hyperscaler mit einer auf künstliche Intelligenz ausgerichteten Serverlandschaft nachkommen. Diese designen jedoch ihre häufig quelloffene Architektur auf eigene Faust und veröffentlichen dies zum Beispiel über das Open Compute Project. Dem Channel gegenüber offeriert HPE daher weiterhin Blade Server, Simplivitiy Appliances (Akquisition erfolgte im Jahr 2017) und die ProLiant-Serverlinie sowie die Synergy-Infrastruktur. Letztlich fokussiert HPE auf eine composed und somit zusammengesetzte bzw. harmonisierte und auch hyperkonvergente Systemarchitektur.

Neue Studie von ISG Research zu Edge Computing

Edge Computing revolutioniert die Zukunft der Datenverarbeitung! In der Konsequenz stellen sich Unternehmen Fragen zu den Grenzen und Spielarten von Cloud Computing, sowie der Bewältigung des Sensor- und microdevicegetriebenen Datenmanagements im Umfeld neuer digitaler Produkt- und Serviceanforderungen.

Nicht selten verbergen sich hinter IT- und OT-Strategien Kostenaspekte. Besser ist jedoch eine strategische Marktausrichtung auf Basis repräsentativer und fundierter Analysen, die zum sicheren Aufbau von Alleinstellungsmerkmalen in relevanten Branchen führen.

Analyse-Fokus des Primary Researchs:

  • Sweet Spots / Use Cases für „Edge Computing“
  • Einflüsse von Cloud, IoT, AI etc.
  • Treiber und Hemmnisse
  • Relevante Informationsquellen
  • (Künftige) Investitionen und Buying Center Needs
  • Edgeumsetzungs- vs. Planungsstatus in deutschen Unternehmen
  • Präferierte und bekannte Anbieter nach Marktsegmenten

Nutzen:

Den partizipierenden Unternehmen liefert diese Studie eine hervorragende Grundlage sowohl zur internen Produkt- bzw. Serviceentwicklung als auch für externe Kommunikations-, Vertriebs- und Marketingaktionen im Rahmen der Digital Customer Journey.

Timeline:

Der Start der Researchphase auf der Seite von Anwenderunternehmen ist für Mitte August, die Veröffentlichung der Ergebnisse ist für September/Oktober 2018 geplant. (Fragebogeneinflussnahme für Early Birds ist möglich).

Next Steps – Ihr Feedback

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann geben Sie uns ein Signal, und wir stellen Ihnen dieses Projekt in einer 30-minütigen Web Session vor. Bitte schreiben Sie an heiko.henkes@isg-one.com.