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IT-Trends und CIO-Agenda 2018, Teil 4

Luis Praxmarer, Heiko Henkes

Luis PraxmarerHeiko HenkesIn der vergangenen Woche haben wir Ihnen die Technologietrends „Future Workspace“ und “ (Industrial) Internet of Things ” vorgestellt. Heute möchten wir Ihnen in dieser Lesereihe zwei weitere Technologietrends erläutern.

 

10 Trends 2018

Abbildung: 10 Trends for 2018. Quelle: ISG Research.

Betrachten wollen wir heute die Themen „Augmented & Virtual Reality“ sowie “Edge Computing”.

Augmented & Virtual Reality

Als ein „Geheimtipp“ für die kommenden Jahre sind Plattformen für zeit- und ortsunabhängiges augmented- und kollaborationsorientiertes Learning bzw. Know-how-Sharing zu sehen. Mit steigendem Grad technologischer Reife und Akzeptanz unter Digital Natives sowie Veränderungen im Bildungssystem ist hier mit einem großen Wandel zum Aufbau von Wissen und dem Umgang von Informationen – auch im Unternehmenskontext - zu rechnen. Die kürzlich angekündigten Partnerschaften und Vorhaben von Apple, GE, Microsoft und Google lassen Hoffnungen aufkommen, dass Augmented Reality nicht nur im Games-Umfeld starkes Wachstum und interessante Lösungen verspricht.

Edge Computing

Bedeutet Edge Computing die Abkehr von Cloud Computing? Bedeutet Edge Computing alte Fehler und Schwächen zentraler, meist non-cloud-konformer-Rechenleistung und Datenspeicherung zu wiederholen? Mit Sicherheit nicht. Der Unterschied zu Konzepten der Vergangenheit liegt in dem Ansatz des „Software Defined Data Center“ und der dezentralen Datenverarbeitung und -einspeisung vom Rand des jeweiligen Netzwerkes. Einzelne Komponenten sind modular ansteuerbar, auslesbar und fördern die getrennte Datenhaltung und -nutzung hinsichtlich der selektiven Speicherung großer Datenmengen, der Nutzung von Steuerungs- und Monitoring-Daten-Feeds zur Optimierung der Firmware oder für Updates von Mustern zur Bewältigung zentraler Aufgaben der jeweiligen Devices im inneren des Edge-Bereiches.

Die entfernte (Fog-) Cloud dient also als Update-Kanal, als Inputgeber zur Prozessverbesserung und als Schnittstelle für zentrale Steuerungs- und Monitoring-Lösungen. Die lokale Datenhaltung im vergleichsweise „geerdeten“ Edge-Segment entspricht vielerorts wesentlich eher der Compliance und den Anforderungen an die Performance. Speziell das (Industrial) Internet of Things profitiert hier von optimierter Steuerung, Standardisierung, Business-Ankopplung und auch Sicherheit.

Edge Computing ist also die logische Rückführung von extern und somit nicht nearshore gelagerten Daten zum Edge unter Zuhilfenahme modernster Techniken. Ohne diese neuen Technologien werden viele Use Cases hinfällig, in denen großen Datenbergen in Echtzeit und somit ohne Verzögerungen („Lags“) von A nach B und C und wieder nach A transportiert werden müssen. Während Lags von 10 Millisekunden bei ERP-Eingabemasken toleriert werden können, ohne dass die Usability sonderlich leidet, werden für Edge Computing in der Regel andere und wesentlich kürzere Reaktionsgeschwindigkeiten vorausgesetzt werden.

Fortsetzung folgt…

Folgen Sie uns, und lesen Sie auch in den folgenden Wochen alles über die Top 10 der Technologietrends für 2018 sowie die Auf- und Absteiger dieses Jahres. Pro Woche werden weiterhin zwei von zehn Technologietrends 2018 veröffentlicht. Am Ende dieser Technologietrendreihe wird das gesamte Werk als PDF-Download angeboten und die voraussichtlichen Auf- und Absteiger präsentiert.