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Public Cloud im Unternehmen - Wer verantwortet eigentlich was?

Matthias Popiolek

Der zunehmende Druck und die dadurch zunehmende Geschwindigkeit durch das Thema Digitalisierung ist auch auf der technischen Ebene wahrnehmbar. Wo bislang Zurückhaltung herrschte und allenfalls mal vorsichtig der Fuß in den Private Cloud Teich gestippt worden ist, sind immer mehr IT Abteilungen zum Kopfsprung in den Public Cloud See gezwungen.

Die digitalen Departments ebenso wie die Projekte, welche sich mit der Einführung von DevOps befassen, und auch die Veränderungen von Entwicklungsmannschaften z.B. durch Verlagerung in den Near Shore oder Off Shore Bereich äußern eine Erwartungshaltung, welche die Infrastruktur heute schwerlich erfüllen kann. Drei Punkte stehen hierbei im Kern der Forderungen:

  • Instant deployment
  • Flexible Nutzungszeiten
  • Hohe Innovationsgeschwindigkeit sowohl auf der Feature als auch auf der Service-Ebene

Klassische Umgebungen oder auch private Clouds, eingebunden in das klassische Modell von Technologie Silos, können diese Forderungen nicht erfüllen. Die Konsequenz ist, dass Projekte selbständig Lösungen aus der Public Cloud beziehen.

Der lange Jahre als Gespenst durchs Dorf getriebene Begriff der „Schatten IT“ bekommt eine neue gefährliche Bedeutung. Die verbundenen Risiken sind regulatorischer, kommerzieller und die Reputation betreffender Natur. Es ist nicht übertrieben, dass in einzelnen Branchen die Bedrohung sogar größer ist – Stichwort: Fintechs.

Wie passen Public Cloud Services nun in die gewachsene IT Struktur?

Es steht außer Frage, dass der neuen Generation von Entwicklern die Adaption sehr leicht gelingt. In der klassischen IT Abteilung ist das sowohl organisatorisch als auch kulturell eine größere Herausforderung.

Wo die Mehrzahl der Abteilungen bislang in Technologie Silos vertikal aufgestellt sind, sind Cloud Services in Ihrer Grundanlage horizontal sortiert.

IT-Struktur

Abbildung: IT-Struktur: Klassisch vertikal vs. Cloud horizontal

Auf der Suche nach der richtigen Organisationsform gilt es nicht nur verschiedene Blue Prints (z.B. Cloud Office) als auch Bewertungsmodelle zu beachten, sondern auch das Umfeld und weitere Vorhaben im Blick zu behalten. Ein funktionales Modell und dessen Abbildung auf eine Organisation aus rein operativer Sicht kann schnell zu Konflikten, z.B. mit Vorhaben wie Einführung von DevOps oder der Umstellung in Richtung eines Agile Enterprise, führen.

Die Empfehlung lautet an dieser Stelle einen Partner ins Boot zu holen, der die Brücke schlagen kann zu anderen Themen und eine Kompetenz über die verschiedenen Felder hinweg mitbringt. Vorsicht ist hierbei vor Beratungshäusern geboten, die Cloud Kompetenz gleichsetzen mit „Ich liste Ihnen mal auf, welche Zertifizierungen es am Markt gibt“. Sourcing Erfahrung, technologische Kompetenz und tatsächliche echte Cloud Erfahrung sind durch nichts zu ersetzen. Suchen Sie einen Partner der diese Cloud Kompetenz mit der Real Life Erfahrung bzgl. Der Einführung von Agile Enterprise Modellen verbindet.