Green IT-Update 2009 - Im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit, Nachhaltigkeitsüberlegungen und dem Zwang zur Kostensenkung

Das Thema Green IT ist seit gut 2 Jahren eines der wichtigsten übergreifenden Themen in der IT-Industrie. Sowohl die CeBIT 2008 als auch die Systems 2007 und 2008 standen weitestgehend unter diesem Schlagwort. Inzwischen haben die meisten Anbieter von IT-Lösungen (Hardware, Software, Services) das Thema nicht nur aufgegriffen, sondern Produkte und Lösungen entwickelt. Auf der Anwenderseite wird das Thema noch etwas zurückhaltender betrachtet, wenngleich wichtige Teilbereiche wie Konsolidierung und Zentralisierung der IT, Virtualisierung der IT und erstmals in der Geschichte die Energiekosten eine wesentliche Priorität bei den IT-Entscheidern genießen. Hinzu kommt das der Kostendruck auf die IT-Entscheider bereits vor der Finanzkrise relativ hoch war und durch die nun deutlich gesenkten Wirtschaftserwartungen noch einmal deutlich zunehmen wird.

Alle diese Punkte spielen natürlich in Richtung Green IT, so dass relativ viele Unternehmen in den letzten 12 Monaten insbesondere im Bereich Server-Virtualisierung deutliche Investitionen getätigt haben. Für Anwenderunternehmen aber auch für Anbieter in diesem Umfeld stellt sich nun die Frage, in welchen Bereichen Green IT Projekte in den kommenden 12 bis 18 Monate sinnvoll sind bzw. durchgeführt werden.

Eine aktuelle Untersuchung der Experton Group nimmt sich folgender Fragestellungen an:

  • Welchen Stellenwert haben die Themen effizienter Einsatz der IT durch Virtualisierung, energieeffiziente Nutzung von Hardware und Klimatechnik sowie Abwärmenutzung in Unternehmen derzeit vor dem Hintergrund der Diskussion um Green IT und Nachhaltigkeit?
  • Welches Wachstum mit Bezug auf IT-Infrastrukturkomponenten wird erwartet?
  • Wie arbeiten Facility Management und IT-Leitung zusammen?
  • Welches  sind die Hauptherausforderungen für Rechenzentren und die dezentrale IT heutzutage?
  • Was sind die Vorteile und Hemmnisse von Virtualisierungslösungen (Server und Storage, sowie Client-Infrastruktur)?
  • Welche Rolle spielt System Management im Rahmen von Green IT?
  • Welche Erwartungshaltungen bestehen hinsichtlich einer umweltfreundlichen IT an IT- und Netzwerkanbieter und an den Gesetzgeber?
  • Welchen Einfluss haben Umweltfaktoren und Energieeffizienzaspekte auf den Beschaffungsprozess für IT-und Netzwerkequipment. Welche Aspekte haben welche Bedeutung?
  • Wer ist für die Definition und die Einhaltung von ökologischen Richtlinien, Vorgaben und Prozessen im Unternehmen die IT betreffend verantwortlich. Existiert eine formale Position bzw. Funktion hierfür?
  • Gibt es bereits eine „Green-Policy“ im Unternehmen? Was ist Inhalt eines solchen Umwelt-Maßnahmen-Kataloges?
  • Wurden Analysen zur Energieeffizienz bereits vorgenommen. Sind entsprechende Tools im Einsatz?
  • Mit welchen Dienstleistern arbeitet man derzeit zusammen?
  • Wie werden die Energieeffizienzreserven in den Bereichen IT-Beschaffung, Rechenzentrum, Klimatisierung etc. eingeschätzt?
  • Gibt es konkrete Ansatzpunkte mit Blick auf IT-Beschaffung, RZ-Design, Klimatechnologie?
  • Welche Anbieter sind als  „GreenIT“-Anbieter bereits bekannt?
  • Sind Anbieter-Initiativen bzw. Green-IT-Projekte der Anbieter bekannt. Wie werden sie eingeschätzt?
  • Welche Handlungsempfehlungen lassen sich insgesamt für das Thema „Green IT“ für IT-Anbieter ableiten?
  • Welchen Einfluss üben die Geschäftsführungen auf das Thema Green-IT im Unternehmen aus?
  • Wie ist die ökologische und soziale Verantwortung im Unternehmen implementiert. Welche Leitbilder gibt es?
  • Wie werden Green IT Projekte finanziert?